ORi-Kalender

< Februar 2018 >
MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag
      1 2Vier LyrikerInnen mit neuen TextenVier LyrikerInnen mit neuen TextenZeit: 20:00 - 23:00
STEPPENLANDSCHAFTEN, LÖWENMÄULCHEN UND MUSCHELAUGEN Vier LyrikerInnen stellen neue Texte vor Lara Rüter Muschelaugen, Theorien übers Einschlafen, über Fallwild, Gedanken über das, was schwimmt, Love-Poems, Lara Rüters Gedichte sind farbig, schwebend, suchen Wurzelhaftes, sind vielseitig, sie scheuen die provokante Nähe zu Trash und Kitsch nicht, aber man merkt schnell, die Autorin schreckt vor dem Trivialen zurück. „brauchst keine angst haben, wenn nachts der dschungel brennt, er brennt nur einmal, bis er staub ist, und dann kannst du auf den himmel sehen. satelliten streifen deine iris, tasten auf schwachstellen ab, ziehen dich am haar in die wolken.“ Lara Rüter, geboren in Hannover. Studierte Kulturwissenschaften und Literarisches Schreiben in Hildesheim und seit 2015 in Leipzig. War Mitherausgeberin der Tippgemeinschaft 2017, der Jahresanthologie der Studierenden des DLL. Mitglied der Lyrikvereinigung Babelsprech. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Zuletzt Lyrik von Jetzt 3, Bella Triste, Gegenstrophe. Ronya Othmann Ronya Othmanns Gedichte beginnen gern im Irgendwo und streichen auch einmal eine Zeile durch, die sie geschrieben haben. Sie skizzieren, vollenden nicht, sie verrätseln, lösen nicht gern auf. Sie entlasten sich aber nicht von der Aussage und dem großen Thema. „wirf die löwenmäulchen hinter dich, du darfst dich nicht umdrehen. Lass alles zurück, was dich an sie erinnert.“ Mit dieser Reminszenz an den Orpheus-Mythos beginnt Ronya Othmann eines ihrer Gedichte, die nie übertitelt sind. „das dorf hat kein haus für dich, nicht einmal im wald lässt es sich wohnen.“ Ronya Othmanns Gedichten wohnen im Unbehausten, dort wo die Fragen anfangen und nicht beendet werden,leise und vorsichtig rauschen ihre Verse durch unbekanntes Land. Interglazial, Wölfe, Wiesenschleim, die Natur als Museumskunde des Ichs , als geheime Anthropologie. Ronya Othmann, geboren 1993 in München, studiert seit 2013 Literarisches Schreiben in Leipzig. Sie schreibt Lyrik, Prosa, und Essayistisches und ist Teil des Performance-Kollektivs Kaltsignal und des Lyrikkollektivs GID. Auszeichnungen u.a. den MDR-Literaturpreis 2015. Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essay 2017 und den Open Mike für Lyrik. Mitherausgeberin der Lyrikanthologie „Ansicht der leuchtendenWurzeln von unten“, die im Poetenladen-Verlag erschienen ist. Veröffentlichungen u.a. in Bellatriste, Lyrik von Jetzt 3, Jahrbuch der Lyrik, Taz am Wochenende. Ihr Lyrik-Debüt erscheint 2018 im Poetenladen-Verlag. Jonas Linnebank Jonas 'Linnebanks Gedichte leiden unter dem Druck, nicht genug von der Welt gesehen zu haben. „ich habe nichts von der welt gesehen, keine gedichte über leben, keine wahrheiten, verstecke oder ecken, um die man denken könnte/ kein pestizid gegen die fliegen die an den weißen decken und wänden sitzen und ihre eier in den müll und die unruhe meiner wohnung legen/ keine medizin für das schrille drücken auf meinen augen& keine methode gegen das gefühl gemeint zu sein, ziel zu sein, den ganzen sinn der menschheit auszumachen […]" Jonas Linnebanks Gedichte sind gern schrill, aber meinen es auch nicht ganz ernst, sie sind mitunter sehr heiter uind lieben Selbstverspottung. Seine Gedichte sind Collagen aus Schreibweisen, Literatur, Graffiti, Zeitungen und Wissenschaft. Lyrik, die sich nicht entscheiden kann, ob sie gutbürgerlich oder proletenhaft sein will. Gäste in Schrift und Ton sind herzlich eingeladen, es herauszufinden. Jonas Linnebank, geboren am 1989 in Werl, lebt seit 2009 in Köln, hat dort German- und Anglistik studiert und schreibt seit 2011 Kurzgeschichten und Gedichte, die online und im print u. a. der mosaik veröffentlicht wurden. Zur Zeit arbeitet er am Aufbau eines Literaturforums und einer Zeitschrift Kliteratur. Er ist wichtiger als er sich gibt. Moritz Gause Moritz Gause ist seit einer Weile Dichter der Steppe. Er hat in Kargigistan gelebt, als Sprachassistent und Dichter. Und seine Gedichte wurden dort weit und groß, wie die Landschaften dort sind. „Als Kamelreiter würde ich Kapitänsmütze tragen und auf einen angemessenen Bart sparen/ den die Sonne bleicht./ es ist mir fast egal/ wie andre meine Metren bewerten/ ich glaube nur an Königin und Steppe/ denn beide sind treu/ unendlich und unberechenbar schön.“ Seine Gedichte sind verträumt, episch, leicht alkoholisiert und greifen nach dem unverwechselbar Schönen. Moritz Gause wurde 1986 in Berlin geboren und wuchs dort, in Brandenburg und in Thüringen auf. In Jena studierte er von 2006 bis 2012 Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. In den Jahren 2009 bis 2015 entwarf, betreute und moderierte er in wechselnden Konstellationen mehrere Literaturprojekte, Lesereihen, literarische Werkstätten, Ausstellungen und Interventionen in Thüringen. Veröffentlichungen u. a. in: Akzente, Metamorphosen, Der Literaturbote, Lyrik von Jetzt3, Meditationen hinterm Supermarkt 2015, Blue Monday (Sukultur) 2016. Nach einem längeren Aufenthalt in Bishkek, Kyrgyzstan, lebt Gause in Berlin. Mit wechselhaftem Eifer betreibt er den Blitzableier. Sein erstes Buch erscheint im März 2018..
3Filmvorführung Raving IranFilmvorführung Raving IranZeit: 20:00
Ausverkauft
*Admission free!*
[english below]
Im Rahmen des Kultur- und Ausstellungsprojekts MOVE #RegardingIran präsentieren wir am Samstag, 3. Februar 2018 den Film RAVING IRAN von Susanne Regina Meures. DJs Anoosh und Arash (Blade&Beard) sind angefragt und wollen zum Filmgespräch nach Berlin kommen. Weitere Infos folgen. RAVING IRAN
2016
Regie: Susanne Regina Meures
Fassung: Original mit deutschen Untertiteln
Anoosh und Arash bewegen sich im Zentrum von Tehrans Untergrund-Techno-Szene. Doch sie haben es satt, sich dauernd vor der Polizei zu verstecken, und so organisieren sie einen letzten großen Rave in der Wüste. Zurück in der Stadt wird Anoosh verhaftet, und alle Hoffnung scheint verloren. Doch dann kommt ein Anruf aus der Schweiz, wo das weltgrößte Technofestival ausgerichtet werden soll. Einlass: 19.00 Uhr
Filmstart: 20.00 Uhr
Das Filmgespräch wird in deutscher und englischer Sprache stattfinden. Eintritt frei. Wir freuen uns über Spenden zur Finanzierung der Filmmiete. Kostenlose Tickets unter: https://www.eventbrite.de/e/move-regardingiran-filmvorfuhru… Mehr Infos zum Kultur- und Ausstellungsprojekt unter:
https://www.facebook.com/events/156600335106227/
***** Within the context of the exhibition project MOVE #RegardinIran, on February, 3rd, we are presenting the film RAVING IRAN of filmmaker Susanne Regina Meures. DJs Anoosh and Arash (Blade&Beard) are invited for the screening and plan to come to Berlin. More information will follow shortly. RAVING IRAN
2016
Director: Susanne Regina Meures
Original version with german subtitles
Anoosh and Arash are the center of Theran's underground techno scene. Tired of hiding from the police and their stagnation career, they organizw one last manic techno rave under dangerous circumstances in the desert. Back in Tehran they try their luck selling their illegaly printed album without permission. When Anoosh is arrested, there seems to be no hope left. But then they receive a phone call from the biggest techno festival in the world. Once landed in Switzerland, the haze of the instant euphoria evaporates quickly when the seriousness of the situation starts to dawn on them. Opening: 7pm
Screening: 8pm
The discussion after the screening will be in german and english language. Entrance is free. We are pleased to get some donation to be able to afford the film licence fee. Free Tickets on: https://www.eventbrite.de/e/move-regardingiran-filmvorfuhru… Further information about the exhibition project:
https://www.facebook.com/events/156600335106227/
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5 6 7 8 9Christian Wöllecke, Der DurchbruchChristian Wöllecke, Der DurchbruchZeit: 21:00 - 23:00
Hubert Koschottka hat sich im Rentenalter mit vielem abgefunden und weitgehend arrangiert. Eigentlich könnte es immer so weitergehen, aber der neue Nachbar und dessen lärmender Sohn stören den Frieden im sorgfältig errichteten Schneckenhaus. Als ein Mann im Fernsehen ihm einen Rat gibt, beschließt er, die Sache – sein Leben – wieder selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten – bis er plötzlich vor einer scheinbar undurchdringlichen Mauer steht.
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12 13 14 15Vorstrellung "Am Erker" Nr. 74: "Tag und Nacht"Vorstrellung "Am Erker" Nr. 74: "Tag und Nacht"Zeit: 20:00 - 23:00
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da, der Tag nicht nur zum Broterwerb. Was treibt uns um, wenn es uns in die Nacht treibt? Was dräut am nächsten Morgen, wie durchrauschen oder durchleiden wir die Nacht, wie ertragen wir das Morgenlicht, das zum Fenster hereinblinzelt? Was flüstert uns die Mitternacht? Was brüllt die Sonne herab vom nackten Mittagshimmel? Was passiert mit uns, wenn wir Vormittag für Vormittag in klimatisierten Büros versauern? Sieben Berliner Autorinnen und Autoren der Literaturzeitschrift Am Erker haben sich in der neuen, 74. Ausgabe mit dem Thema „Tag und Nacht“ beschäftigt und stellen ihre Texte oder Ausschnitte daraus am Donnerstag, 15. Februar, um 20:00 im ORi vor. Es lesen Klaus Esterluß, noch ohne Einzelveröffentlichung, aber energisch und druckvoll am Ball; Volker Kaminski, dessen Romane u.a. bei Wagenbach sowie Volk und Welt erschienen sind; die Wiepersdorf-, Edenkoben- und New York-Stipendiatin Kerstin Kempker, die zuletzt „Bruderherz. Ein Flimmern“ sowie „Nur die Knochen bitte. Eine Übergabe“ publiziert hat; Daniel Klaus, Döblin-Stipendiat, Kolumnist für taz und Freitag und Radiobeiträger; der Übersetzer Frank Sievers, der mit Matthias Jandl einige wunderbare Bände Nature Writing für die „Naturkunden“ bei Matthes & Seitz aus dem Englischen übertragen hat; der Lyriker Mikael Vogel, dessen dritter Gedichtband Dodos auf der Flucht in diesem Frühjahr im Verlagshaus Berlin erscheint, und schließlich Matthias Weglage, der mit Aphorismen aufwartet. Ergänzt wird dieses Programm durch Beiträge von Ruth Johanna Benrath, Romanschriftstellerin bei Steidl und Suhrkamp, Lyrikerin, Hörspiel- und Theaterautorin, sowie von Reiner Niehoff und Valeska Bertoncini, die sich seit Jahrzehnten für das Werk des großen Enthusiasten, Wanderers, Ekstatikers und Briefschreibers Hans Jürgen von der Wense einsetzen, aus dessen reichem, aber zu Lebzeiten weitestgehend unpubliziertem Werk sie manches mit Tag-und-Nacht-Bezug vorstellen. Durchs Programm führt Andreas Heckmann, der den neuen Erker als Redakteur zusammengestellt hat. Der Eintritt ist frei, der Erwerb eines Exemplars der Zeitschrift zum Preis von neun Euro indes sehr erwünscht.
16Filmabend des LINSE HausprojektsFilmabend des LINSE HausprojektsZeit: 21:00 - 23:30
Das LINSE Hausprojekt zeigt und schaut Filme mit euch.
Von Hausbesetzern aus Kreuzberg, 1. Mai Unruhen, Stadtträumen und Widerständen im Hamburger Schanzenviertel – Wir machen eine kleine Filmreise durch die letzten Jahrzehnte. Die Frage bleibt: Wem gehört die Stadt?
17Konzert ‚SIYÂLÂN I Sie leben‘ von Arvin Hosseini KamalKonzert ‚SIYÂLÂN I Sie leben‘ von Arvin Hosseini KamalZeit: 20:00 - 22:00
Eine Musikkomposition von Arvin Hosseini Kamal „A Serenade for Existence“, eigens komponiert für das MOVE#-Projekt und eingespielt im ORi, präsentiert am Sa., den 17.02. um 20 Uhr. Einlass ab 19 Uhr. 17.02.2018 20:00 Uhr Konzert ‘Siyâlân | Sie Leben’
von Arvin Hosseini Kamal
Ensemble: Mira Falk | Soprano; Sara Amini | Mezzo Soprano; Nicolò Zignone | Clarinet/Saxophone; Daniel Schwarzwald | Piano; Julia Bilat | Cello
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Um Spenden für die Musiker*innen wird gebeten.
Mit freundlicher Unterstützung des Edinburgh College of Arts.
Der Konzertabend ist eine Veranstaltung im Rahmen des Kultur- und Ausstellungsprojekts MOVE #RegardingIran – Eine Gruppenausstellung mit Künstler*innen aus Iran und der iranischen Diaspora als interdisziplinärer Dialog der Kunst und Kultur. Ein Kultur- und Ausstellungsprojekt des ORi Berlin in Kooperation mit Studio Tehran94 vom 19.01.-28.02.2018.
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19 20 21 22 23 24„Gärtner mögen Margeriten am liebsten..“„Gärtner mögen Margeriten am liebsten..“Zeit: 20:00 - 23:00
Lesung und Gespräch: Das Margeritenkloster von Lucero Alanís (Ripperger & Kremers 1017)
mit
Christiane Quandt (Übersetzerin ins Deutsche)
Elena von Ohlen (Moderatorin)
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Das ORi

Mitten im Reuterkiez, Friedelstraße 8. Ein Ladengeschäft, in welchem früher ein Goldwarenhändler, ein Waschmaschinenreparateur, dann niemand mehr ansässig war. Vor fast 10 Jahren öffnete hier das ORi seine Türen. Das ORi – das sind die Menschen, die den Raum besuchen, organisieren, ästhetisch und inhaltlich gestalten. Es ist Ideenwerkstatt und Kulturtreffpunkt, Raum für künstlerische Auseinandersetzung, Wohnzimmerbar und Bühne. Es ist ein wandelbarer Ort, dessen Bedingungen, Inhalte und Grenzen immer wieder neu ausgehandelt werden.

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