Tötart

2013_02_17 Tötart

TÖTART

Sonntag, 17. Februar 2013 | 20.15 Uhr

TötArt: „Zwischen den Fronten“

Tötart© ORF, rbb
(Fernsehfilm | Österreich 2013)

Höchste Alarmstufe rund um das Wiener Palais Liechtenstein bei der internationalen Konferenz der Vereinten Nationen. Doch selbst diese strengen Vorsichtsmassnahmen können das Attentat bei der Ankunft von Marcus Sherman nicht verhindern, als der amerikanische Konferenzleiter mit seinen Security-Leuten in einer schwarzen Limousine vorfährt. Die Bombe war im Wagen des Österreichers irakischer Herkunft Kásim Bagdadi versteckt, der hier als Vertreter der Internet-Community „Comet“ vor zahlreichen Diplomaten und Staatschefs aus der ganzen Welt sprechen sollte. Während Marcus Sherman unverletzt blieb, werden Kásim Bagdadi und ein Polizist durch die gewaltige Explosion in den Tod gerissen.

Erste Anzeichen deuten auf einen Selbstmordanschlag mit einem islamistischen Hintergrund, als Moritz Eisner und seine Assistentin Bibi Fellner vom Bundeskriminalamt die Ermittlungen aufnehmen. Allerdings müssen sich beide bei diesem großes Aufsehen erregenden Fall in einer gemeinsamen „Task Force“ dem ebenfalls eingeschalteten Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) unterordnen.
Das lässt die Chefin dieser kleinen Spezialeinheit Major Melanie Warig den Chefinspektor auch schnell und unmissverständlich spüren, was Moritz Eisner wütend macht. So entbrennt vom ersten Augenblick an eine starke Rivalität, die von Eisners Chef Ernst Rauter intensiv befeuert wird. Weil er eine erhebliche Abneigung gegen seinen Amtsleiter-Kollegen Mag. Fred Michalski vom BVT und dessen hochtrabenden Ambitionen hat.

War Kásim Bagdadi ein Terrorist, der diesen Anschlag als Einzelgänger und von allen unbemerkt vorbereitet hatte? Oder wurde er von einer Organisation unterstützt? Seine Mutter Nawal Bagdadi, die als Ressortleiterin bei der UNO arbeitet, weist diesen Verdacht empört zurück. Und auch Eisners Tochter Claudia (Tanja Raunig), die Kásim persönlich kannte, beschwört ihren Vater: „Der war nie im Leben ein Terrorist.“ Allerdings traut ihm sein enger Jugendfreund Martin Ledic, der Elektrotechnik gelernt hat und die TU besucht, diesen Anschlag durchaus zu. Als der Student jedoch einige Tage später erhängt aufgefunden wird, ist für Fred Michalski der Fall gelöst. Es waren zwei Einzeltäter, wobei der eine die Tat ausgeführt und der andere sich danach umgebracht hat, weil er mit dieser Schuld nicht weiterleben konnte. Aber Moritz Eisner, der herausgefunden hat, dass sowohl Kásim Bagdadi als auch Martin Ledic in Marcus Shermans Tochter Mary verliebt waren, fragt sich, ob nicht vielleicht ein ganz privates Motiv wie Eifersucht mit im Spiel war.

Das Geschehen wird immer mysteriöser, als schließlich auch noch Bibis alter Bekannter aus ihrer Zeit bei der Sitte Oberst Sebastian „Basti“ Moslechner vom Abwehramt in die Untersuchungen verwickelt wird und einige Verbindungen zu einem nach Eisners Meinung rechtsradikalen Geheimbund führen. Zudem hat Moritz Eisner den Verdacht, dass nicht alle mit offenen Karten spielen und er sogar abgehört wird. Als Fred Michalski entscheidet die Akte zu schließen, wollen das Moritz Eisner und Bibi Fellner verhindern. Denn sie haben von dem Gerichtsmediziner Gerhard Braun erfahren, dass Martin Ledic keineswegs freiwillig aus dem Leben geschieden ist, sondern ermordet wurde. Ein versteckter Hinweis von Major Melanie Warig führt sie auf eine heiße Spur. Und direkt in eine Schattenwelt, wo einflussreiche Hintermänner ganz massiv und rücksichtslos versuchen, politischen Einfluss zu gewinnen.

Das Buch schrieb Verena Kurth, Regie führte Harald Sicheritz. „Zwischen den Fronten“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von e&a Film.

 

Bar geöffnet ab 19 Uhr

Tagesschau ab 20 Uhr | Tatort ab 20.15 Uhr 


ORiAdmin



X