2013_03_21 Lesebühne Letzte Worte

LESEBÜHNE

Donnerstag, 21. März 2013 | 21 Uhr

Neuköllner Lesebühne:

„Letzte Worte“

Eine Lesung mit Yulia Marfutova, Christiane Reichart, Albert Lieberg und anderen

 

„Ein Mann, der etwas auf sich hält, sollte seine letzten Worte beizeiten auf einen Zettel schreiben und dazu die Meinung seiner Freunde einholen. Er sollte sich damit keinesfalls erst in seiner letzten Stunde befassen und darauf vertrauen, dass eine geistvolle Eingebung ihn just dann in die Lage versetzt, etwas Brillantes von sich zu geben und mit Größe in die Ewigkeit einzugehen.“

„Hinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.“

Soweit Mark Twain und Karl Marx. Und was sagten sie dann, die großen Männer, die etwas auf sich hielten?
„Mehr Licht!“ Goethe
„Ich weiß es nicht.“ Petrus Abaelardus
„Pfui Teufel!“ Karl Kraus
„Es reicht!“ Immanuel Kant

Das letzte Wort ist also kein Wort wie jedes andere: Vorgesetzte haben es gegenüber ihren Untergebenen, aber Eltern nicht unbedingt gegenüber ihren Kindern. Manchmal ist das letzte Wort noch gar nicht gesprochen. Manchmal hängt es nur in der Luft. Es gibt sogar wissenschaftliche Bücher darüber. Aber was ist nun das letzte Wort? Ist es wirklich nur „Ende“ wie in den guten alten Hollywood-Filmen von früher, als die Welt noch in Ordnung war? Ist dieses letzte Wort schnöde oder gehaltvoll? Schnippisch oder staatstragend? Ist das letzte Wort das Testament oder doch der Nekrolog? Gehört das letzte Wort der Vernunft oder dem Gefühl? Den Lebenden oder den Toten? Sind die letzten Worte die Quintessenz des Lebens? Ein Urteil oder eine Pointe? Eine Frage oder eine Antwort? Und vor allem: Ist damit wirklich alles gesagt?

 

Eintritt frei

Bar geöffnet | Lesung ab 21 Uhr


ORiAdmin



X