Dietmar Guth

2013_05_02 Lesebühne Dietmar Guth

LESEBÜHNE

Donnerstag, 2. Mai 2013 | 21 Uhr

Neuköllner Lesebühne:

Dietmar Guth – „Basalt“

Buchvorstellung

Dietmar Guth„Wenn es für jeden Menschen eine Zeit gibt, der er ganz angehört, dann ist meine Zeit der letzte Augenblick vor dem Beginn, der erste Augenblick nach dem Ende.“

Der todkranke Vater hat sich aus der Großstadt in die ferne Provinz zurückgezogen, wo er einst mit seiner Familie gelebt hatte. Eines Tages ruft er an und behauptet: „Sie ist da.“ Er meint damit offensichtlich die im frühen Kindesalter des Sohnes verstorbene Mutter. Eine Ungeheuerlichkeit – ist der Vater verrückt geworden? Hat sich der Sohn verhört? Belastet durch den frühen Tod der Mutter, erschließen sich dem Sohn weder Ansichten noch Entscheidungen des Vaters, stehen unterschiedlich empfundenen Erinnerungen der Verständigung entgegen. Der Tod scheint zwischen beiden eine unüberbrückbare Lücke auch im Geist erzeugt zu haben. Immer wieder beginnen sie den Dialog. Immer wieder offenbart sich der Widerspruch, den der Vater mit dem letzten Mittel überbrücken will. Basalt ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Vater-Sohn-Beziehung und die Geschichte der ewigen Suche nach Nähe und Zuneigung.

Dietmar Guth, geboren 1959, studierte Gemanistik, Philosophie und Literaturwissenschaft in Freiburg, begann in den 80er Jahren Hörspiele zu schreiben, insbesondere für Radio Bremen und den Bayerischen Rundfunk. Seit 2006 lebt er in Mecklenburg. Seine Novelle Basalt ist 2012 im Verlag edition m erschienen. Es ist der 8. Band der Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern, die vom Literaturhaus Rostock herausgegeben wird.

 

Eintritt frei

Bar geöffnet | Lesung ab 21 Uhr


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