2013_12_01 Perfomance Dialektik Aufklärung

PERFORMANCE

Sonntag, 1. Dezember 2013 | 20 Uhr

„Wo aber Mythos ist, wächst die Aufklärung auch.“ 

Performance einer Irrfahrt

Im Zuge der Konferenz „Kritische Theorie. Eine Erinnerung an die Zukunft“ präsentiert das ORi Vanessa Vidals Performance: „Wo aber Mythos ist, wächst die Aufklärung auch“.

Eine poetisch bearbeitete und mit Musik begleitete Auswahl von Fragmenten aus dem Kapitel „Odysseus, oder Mythos und Aufklärung“ der Dialektik der Aufklärung bildet die Basis für diese mikro-poetische Performance des Epos der Irrfahrt des Odysseus. Die gefährlichen und nur deswegen rettenden Begegnungen und Erfahrungen von Odysseus mit dem Zyklopen Polyphem, Kirke oder den Sirenen werden mittels poetischer Konstellationen, körperlicher Denkbilder und verlockender Gesänge neu konstruiert, in denen die Dialektik von Mythos und Aufklärung zum Vorschein kommt. Die Performance möchte dem Publikum die mythischen Abenteuer des Odysseus wieder erfahrbar machen und dadurch einen zu wenig befahrenen Weg zur Aufklärung einschlagen, der ausgehend von den folgenden Versen Hölderlins im verkehrten Sinn zu verkehren ist:

„Da, wo Gefahr ist,
wächst das Rettende auch“

Habt Mut, Euch mal eines mythischen Verstandes zu bedienen!

Über Vanessa Vidal:
Vanessa Vidal entschied mit 13 Jahren, Philosophie zu studieren und sich tollkühn ins Leben zu werfen. Sie studierte offiziell Philosophie in Valencia und Mainz sowie inoffiziell in Frankfurt dank Stipendien des Spanischen Kultusministeriums, des DAAD und zahlloser Abende als Kellnerin in verschiedenen Kneipen. Ihre Vorträge und Veröffentlichungen beschäftigen sich mit kritischer Theorie, Ästhetik und Hermeneutik und Autoren wie Friedrich Nietzsche und Theodor W. Adorno. Seit August 2008 wohnt sie nomadisch in Berlin, wo sie an einer Dissertation über die Aktualität der Philosophie als naturgeschichtliche Deutung der Kunst arbeitet. Ihre letzten Experimente im ratio-poetischen Bereich sind selbstentfremdete Mikroerzählungen. Damit versucht sie, konstellative Bilder mittels einer kafkaesk auf Geste reduzierten Sprache und eine Dialektik der Phonetik zu bilden. Das vergängliche und nicht ausreichende Ergebnis zielt auf ein kritisch-erotisches Fest im Ästhetischen als Reich der Wahrheit.

Eintritt frei

Bar geöffnet ab 20 Uhr | Performance um 20 Uhr

ACHTUNG: Diesen Sonntag findet kein TÖTART aka TATORT GUCKEN statt!


ORiAdmin



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