Somerset

2014_04_03 LB Somerset

LESUNG

Donnerstag | 3. April 2014 | 21 Uhr 

Ich fang nochmal an – Die Neuköllner Lesebühne

ALEXANDRA LAVIZZARI – „SOMERSET“

Buchpräsentation

Somerset

Ausgangspunkt I
Die Berner Lehrerin Vera Wyler reist im November 2010 nach Southcombe in der idyllischen Grafschaft Somerset und mietet sich für ein Sabbatical-Jahr im Station House ein, dem Haus des ehemaligen Bahnwärters direkt an einer obsoleten Bahnstation. Nadja, ihre Tochter, hat es vermittelt, und sie ist es auch, die Vera mit dem Dorfleben und den Gepflogenheiten in Somerset vertraut macht.

Ausgangspunkt II
Jenseits des Kanals, in Westfrankreich, lebt der neunundzwanzigjährige Jason, der eine Zeit lang in einem Pub in London gejobbt hat und nun in St-Valéry als Handlanger und Gärtner in einem schlossähnlichen Anwesen arbeitet. Er hat nach einem traumatischen Erlebnis in Southcombe jeglichen Kontakt zu seiner Heimat abgebrochen, lebt seither versteckt und in Angst, entdeckt und nach Southcombe zurückgeholt zu werden.

LavizzariSo ganz überraschend kommt es nicht, dass Alexandra Lavizzari mit ihrem neuen Buch Somerset einen Thriller vorlegt. Schon in ihrem Debütroman „Ein Sommer im Jahr 1999“ ließ sie kriminalistische Elemente in die Geschichte einer unglücklichen Jugend auf dem Land einfließen, und auch unter den elf Erzählungen im Band „Flucht aus dem Irisgarten“ (2010) finden sich einige, in denen Dunkles, mitunter Brutales die Oberfläche einer scheinbar heilen Welt durchbricht.
Aus dieser Perspektive gesehen mag sich „Somerset“ als Steigerung ­lückenlos an Lavizzaris frühere Werke reihen; die Autorin geht diesmal jedoch einen Schritt weiter, indem sie ihre spannungsreiche Geschichte mit den dazugehörenden Ingredienzien wie Mord, Erpressung, Verfolgung usw. gestaltet.
Inspiriert von Landschaft und Leuten ihrer Wahlheimat – der englischen Grafschaft Somerset, wo sie heute lebt –, ist Alexandra Lavizzari auf eine Fundgrube urtümlicher Traditionen gestossen. Die aus heidnischen Zeiten überlieferten Fruchtbarkeitsrituale bilden die thematische Grundlage zu ihrem Buch, das geschickt zwei Parallelgeschichten miteinander verknüpft und zu einem dramatischen Finale konvergieren lässt.

Bar geöffnet ab 20 Uhr | Lesung um 21 Uhr

Eintritt frei


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