2016-09-10 Das unsichtbare Zimmer

Samstag, 10.September 2016 /Vernissage

 

 


 

Das unsichtbare Zimmer // The Invisible Room
Fotografien von Claudia Bühler, Kathrin Leisch und Merve Terzi
10. Sept. – 01. Okt.
Vernissage am 10. September 19 Uhr
Öffnungszeiten:
Do, Fr ,Sa ab 20 Uhr bis open end
So ab 19 Uhr bis open end

[English below]

Im Vorfeld zur Berlin Art Week eröffnet am Samstag die Gruppenausstellung „Das unsichtbare Zimmer // The Invisible Room“. Die Arbeiten der drei Fotokünstlerinnen Claudia Bühler, Kathrin Leisch und Merve Terzi zeigen private Räume, deren Bewohner eines gemeinsam haben: Sie leben eine Wirklichkeit jenseits des Idealen und Glatten, das in unserer Bildkultur den Rang des Alltäglichen eingenommen hat.

Was können uns ungemachte Betten, der Wohnzimmertisch aus den 90ern und die touristische Kühlschrankmagneten aus dem letzten Urlaub über ihre Eigentümer erzählen? Claudia Bühler, Kathrin Leisch und Merve Terzi stellen sich dieser Frage in ihren Fotoarbeiten, die sich auf dem schmalen Grat zwischen Dokumentation und Kunst bewegen. Sie spüren einer Realität nach, welche durch die stark idealisierende und allgegenwärtige Werbefotografie und Social Media- Bildkultur ins Abseits gedrängt wird. Claudia Bühler studiert Fotografie an der Ostkreuzschule in Berlin. Ihr gezielter Blick auf Menschen und ihre Gebrauchsgegenstände verhandelt Fragen nach Identität und Heimat. In der Ausstellung zeigt sie Fotografien von fast anonymen Räumen, aus denen die Melancholie des Wartens, aber auch eine unterschwellige Hoffnung spricht. Kathrin Leisch, die in Weimar Fotografie studiert hat, nähert sich Menschen am Rand der Gesellschaft in intensiver Auseinandersetzung. Auf ihren Fotos fängt sie deren Unzugänglichkeit und Abgeschiedenheit ein, die fast etwas Idyllisches hat. Merve Terzi, die unter anderem mit Portrait- und Genrefotografie experimentiert, rückt Details aus Wohnräumen in den Mittelpunkt. Durch ihren liebevollen Blick werden alltägliche Objekte wie Putzutensilien und die Spitzendecke auf der Kommode zu Zeugen eines lebensfrohen Haushalts.

Die Ausstellung „Das unsichtbare Zimmer“ versucht, diese marginalisierten Realitäten sichtbar zu machen, ohne sie im Rahmen einer subversiven Trash-Kultur oder einer prekären Bohème zu romantisieren. Ein einfühlsamer Blick auf unsichtbare Räume und Menschen, die im Alltag oft übersehen werden.

Die Ausstellung ist vom 10. September bis 01. Oktober im ORi zu sehen.


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The Invisible Room
Photographs by Claudia Bühler, Kathrin Leisch and Merve Terzi
10 Sept. – 01. Oct.
Vernissage 10th of September 7 pm

Prior to the Berlin Art Week, ORi opens the group exhibition „The Invisible Room // The Invisible Room“ on Saturday. The work of the three photo artists Claudia Bühler, Kathrin Leisch and Merve Terzi shows private rooms which residents have one thing in common: they live a reality beyond the ideal and smooth images that have taken in our visual culture to the rank of the ordinary.

What can unmade beds, the living room coffee table from the 90s and the tourist refrigerator magnets from the last holiday tell about their owners? Claudia Bühler, Kathrin Leisch and Merve Terzi address this question in their photographs, that move along the thin line between documentary and art. They are searching for a reality that is pushed to the margins by the strong idealistic and ubiquitous advertising photography and the visual culture of social media. Claudia Bühler studies photography at the Ostkreuz Schule in Berlin. Her pictures offer an astute gaze at people, their commodities and what they can tell about their identity and home. The exhibition shows photographs of almost anonymous spaces, that display the melancholy of waiting, but also a subliminal hope. Kathrin Leisch, who studied photography in Weimar, approaches people at the margins of society through an intense examination. In her photos she captures their inaccessibility and remoteness that radiate an aura of the idyllic. Merve Terzi, who among other experiments with portrait and genre photography, focuses on details from living spaces. Her loving gaze at everyday objects like cleaning utensils and the lace doily on top of the dresser become witness to a lively household.
The exhibition „The Invisible Room“ is trying to make these marginalized realities visible without romanticizing them as being part of an subversive trash culture or a precarious Bohème. A perceptive look at invisible spaces and people who are often overlooked in everyday life.

The exhibition is on view from 10 September to 01 October at ORi.

 

Beginn: 19 Uhr

 


ORiAdmin



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