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„Der Schmerz“ – Lesung mit Sophie Nieder

27. April um 20:00 - 22:00

Der Schmerz ist der erste Roman des französischen Autors André de Richaud. Er erzählt die Geschichte einer französischen Kriegswitwe, die ein Verhältnis mit einem deutschen Kriegsgefangenen eingeht. Ihr Fehltritt bleibt nicht lange geheim und alle wenden sich gegen sie – sogar ihr elfjähriger Sohn. Bei seiner Veröffentlichung im Jahre 1931 löste Der Schmerz einen Skandal aus, erfuhr aber auch viel Anerkennung, beispielsweise durch Albert Camus, den der Roman inspirierte Schriftsteller zu werden. Nun erscheint Der Schmerz zum ersten Mal auf Deutsch. Sophie Nieder liest aus ihrer Übersetzung und stellt das Buch und seine ereignisreiche Geschichte vor.

ANDRÉ DE RICHAUD, geboren 1907 in Perpignan, zog nach dem Tod des Vaters mit seiner Mutter nach Althen-des-Paluds, ein kleines Dorf im Vaucluse. Er studierte in Aix-en-Provence und wurde Lehrer. 1930 reichte er das Manuskript von La douleur bei der Jury des Prix du premier roman der Revue hebdomadaire ein. Aufgrund des gewagten Themas löste der Text einen Skandal aus. Weil Richaud alle anderen Bewerber in den Schatten gestellt hatte, setzte die Jury die Preisvergabe in jenem Jahr aus. 1931 veröffentlichte Bernard Grasset das umstrittene Manuskript, ohne ein Komma zu andern. Im März 2019 erschien der Roman beim Dörlemann Verlag (Zürich) zum ersten Mal auf Deutsch.
SOPHIE I. NIEDER übersetzt aus dem Französischen und Englischen ins Deutsche. Sie studierte Literaturwissenschaft in Berlin und Paris und nahm am Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm teil. In einer Buchhandlung entdeckte sie den Roman La douleur von André de Richaud und beschloss nach der Lektüre, ihn zu übersetzen. Sie verfasste außerdem ein Nachwort für die deutsche Ausgabe von La douleur.

 

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Datum:
27. April
Zeit:
20:00 - 22:00
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