Das ORi lädt regelmäßig zu Filmvorführungen mit Gästen ein. Auf dem Programm stehen thematische Filmreihen und Kurzfilm-Bars, ebenso wie die Präsentation von Filmen und Projekten angehender Berliner Filmschaffender oder große Kinofilme!


Exklusiv: Ein Gespräch mit Hannes Wesendonk (Regie, Buch) und Josefine Rieks (Buch) über ihren herausragenden Musikfilm „U3000-Tod einer Indieband“, der am 31.8. im ORi gezeigt wurde

ORi: Hannes, kannst Du etwas zur Entstehung des Films sagen? Du bist doch eigentlich Sänger? Was hat Dich darauf gebracht, einen Film zu machen?

Das Tor zur Spielhöllenwelt, in der Schlagzeuger Anska (Anska Rot) nächtelang Geld versenkt.

Hannes: Ich hatte auf einmal Ideen für Geschichten. Und ich erzähle in Popsongs nicht gerne Geschichten, das kriege ich nicht hin und mag ich auch nicht. Also musste es ein Film sein.

ORi: Es ist fast unglaublich, dass Du einen so gut gemachten Film hinlegst, obwohl du eigentlich gar nicht aus der Filmbranche stammst. Kann man sich das alles selbst aneignen? Hast Du immer davon geträumt, einmal einen Film zu machen?

Hannes: Man kann das bestimmt alles lernen oder man kann es einfach intuitiv machen und dann die Probleme, die dadurch entstehen, lösen. So unschuldig werde ich nie wieder einen Film machen können, bei dem mir erst jetzt langsam dämmert, warum er überhaupt funktioniert. Das ist für mich alles letztendlich mystisch. weiter

 


Die nächsten Filme:

Mittwoch, 15.8., 20 Uhr: The Bomb

Gibt es einen Knopf, mit dem die Menschheit sich auslöschen könnte? Was klingt wie ein dystopisches Gedankenexperiment ist leider keines: Es ist apokalyptische Realität! Und das nicht einmal, sondern vielfach. Tausendfach. Selbst der Einsatz von nur 0,1 Prozent der Sprengkraft aller derzeit existierenden Nuklearwaffen würde einen verheerenden Zusammenbruch der globalen Landwirtschaft und eine katastrophale Hungersnot zur Folge haben.

Als Prolog möchten wir die Arbeit des weltweiten Bündnisses ICAN – International Campaign to Abolish Nuclear Weapons – vorstellen, das 2017 für den Kampf gegen diese überwältigende, globale Bedrohung den Friedensnobelpreis erhielt.

Im Anschluss folgt dann die Vorführung der atmosphärisch melodischen Filmcollage ‚The Bomb‘ aus dem Jahr 2016. Untermalt vom minimalistischen Soundtrack des Elektro-Quartetts ‚The Acid‘ versucht der Film diese wohl gewaltigste aller denkbaren Bedrohungen durch die Gewalt der Bilder und Klänge zu vermitteln. Ohne Erzählstimme und in einer dokumentarischen Verwebung aus historischen Aufnahmen des Kalten Krieges, in denen etwa Schulungsvideos das Verhalten im GAU – dem größten anzunehmenden Unfall – erklären sollen, über Aufnahmen von Fehlzündungen und Zündungen deren Atomwolken kilometerhoch in die Atmosphäre reichen, bis hin zu zerstörten japanischen Städten. Aus acht Jahrzehnten atomarer Bedrohung und Zerstörung für die Menschheit, dem Säbelrasseln des „größeren Knopfes“ (Trump) der Gegenwart bietet der Film über den „Zerstörer der Welten“, wie der Atombombenbauer Robert Oppenheimer zitiert wird, einen Rückblick, Umblick und Ausblick in eine – unsere – ungewisse Zukunft.

– Eintritt frei –

Weitere Infos: ICAN: https://www.icanw.de/ ; Trailer: https://youtu.be/IwmUrecjmHY

Freitag, 31.8., 20 Uhr: ‚U3000 – Tod einer Indieband‘ (in Anwesenheit von Regisseur Hannes Wesendonk und Drehbuchschreiberin Josefine Rieks)

D, Spielfim 2018

Regie: Hannes Wesendonk; Drehbuch: Hannes Wesendonk und Josefine Rieks; Produktion: Berliner Tonfilm GbR

Ein ohne Budget und ausschließlich mit Smartphones gedrehter Guerilla-Spielfilm mit zahlreichen Ikonen der Berliner Independent- und Undergroundszene: U3000, Tomas Tulpe, Isolation Berlin, Rummelsnuff, Komet u. a. spielen sich in diesem Film selbst – ganz in der Tradition kultig-trashiger Musikfilme wie ‚Help‘ oder ‚Moonwalker‘. Eine Groteske über Rock’n’Roll, Sex & Crime im Berliner Szenesumpf und eine zynische Abrechnung mit dem Musikbusiness. Fachzeitschriften bezeichnen den Kinofilm als authentisch, informativ und sachlich. Inszeniert wurde der Film von Hannes Wesendonk, und dem Drehbuch von Hannes Wesendonk und Josefine Rieks verdanken wir die Story des Films. 87 authentische Min. für alle Liebhaber von Dokumentarfilm in Berlin und Umgebung. Produziert wurde „U3000 – Tod einer Indieband“ in Deutschland im Jahre 2017. 

U3000 – Tod einer Indieband feierte Weltpremiere beim Berliner Independent Film Festival 2018

Hier geht es zum Interview mit Hannes Wesendonk und Josefine Rieks.

 

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