Fr 26. Okt. 20 Uhr Ein fauler Gott, ein Buddhagott und Esskastanien in Istanbul

Stephan Lohse: Ein fauler Gott (Suhrkamp 2018)

Voller Empathie und mit anrührender Komik erzählt Stephan Lohse in seinem Debütroman vom Aufwachsen Anfang der Siebzigerjahre, von Teenagernöten und dem Trost der Freundschaft. Vor allem aber erzählt er von einem Jungen, der seine Mutter das Trauern lehrt und dessen Mut ihr zeigt, dass das Glück, am Leben zu sein, auch noch dem größten Schmerz standhält.

»Lohses Roman steckt voller Trauer und Verlust, er ist anrührend, aber gänzlich kitschfrei …«

Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel

»Lohses Roman steckt voller Trauer und Verlust und ist eine mitunter anrührende, aber gänzlich kitschfreie Geschichte, die recht fidel im Subtext ein Adoleszenz- und Coming-of-Geschehen miterzählt.«

Gerrit Bartels, Deutschlandfunk Kultur

»Ein fauler Gott ist ein zauberhafter, zärtlicher Kindheitsroman, ein ›hidden champion‹ der aktuellen Literatursaison.«

Thomas Andre, Hamburger Abendblatt

Stephan Lohse wurde 1964 in Hamburg geboren. Er studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und war unter anderem am Thalia Theater, an der Schaubühne in Berlin und am Schauspielhaus in Wien engagiert. Ein fauler Gott ist sein Debütroman. Stephan Lohse lebt in Berli

Juliane Liebert: Der Montagsbuddha oder Beate Beate Beate (aus: Sagte sie, 17 Erzählungen über Sex und Gewalt, Hanser Berlin)

„Die Flüchtlingswelle ist ein Segen für mich“, sagte Amir, „für mich und alle hässlichen deutschen Frauen.“ Dann musterte er uns kurz, um abzuschätzen, wie ernst die Lage war. Blick die Beine runter, Blick die Figur hoch. Taille in Relation zum Hüftumfang. Nasenform. Wir hielten uns an den Sessellehnen fest und warteten auf sein Urteil.“

Juliane Liebert
ist Autorin und Journalistin und studiert in Berlin an der Universität der Künste 2009 wurde sie mit dem Wolfgang-Weihrauch-Förderpreis ausgezeichnet. Mit 21 Jahren arbeite sie in Berlin als Redakteurin beim VICE Magazine. Juliane Liebert hat als freie Autorin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und Wired gearbeitet und Texte in der bella triste, Wespennest und anderen Anthologien veröffentlicht. 2013 publizierte sie einen Kurzprosaband bei pop up Press.

Beliban zu Stolberg: Pelzland (Ach je Verlag, 2018)

Am fünften Tag ist die Stille Normalität.
Wenn man die Stille einmal gewohnt ist. Wird das 
Nötigste zur Offenbarung.
Tee. Regen. Stadt. Suppe. Tee. Regen. Haus.
Bis morgen.
Ja, bis dahin.
Tee. Regen. Stadt. Suppe. Tee. Regen. Haus.“

Beliban zu Stolberg, geboren 1993, ist seit 2015 Studentin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin im Gewerk Drehbuch. Sie wirkte an mehreren Kurzfilmen und Webserien als Autorin mit, zuletzt bei der interaktiven Webserie Alienize. Mit ihren Drehbüchern wurde sie zu verschiedenen Pitches eingeladen, zuletzt zum Empfang der Filmhochschulen auf der Berlinale. Sie war Mitglied des Jungen Berliner Rat, einer Künstlergruppe des Maxim Gorki Theaters Berlin, die ihre Arbeit auf dem Herbstsalon 2017 präsentierte. Seit 2018 ist sie Mentee der Neuen Deutschen Medienmacher, im gleichen Jahr erhielt sie das Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Sie schreibt auch Drama und Prosa, ihre Kurzgeschichte „Pelzland“ wurde vom A ch Je Verlag veröffentlicht und im Juli 2018 in der taz.am wochenende gedruckt.

Musik: Ian Haerr

performing as:

In between Giants

From a mixed bag of nuts in a small inland town north east of San Diego.

Serving up Roots folk, Southern California style

Matthias W.



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