Kurzfilmabend Mittwoch 25. April 2018 20 Uhr

BLUE WOMB – Kurzfilmabend

In gegenwart der Regisseur*innenn

Auste Serapinaite: Where is Sharon? (Doku)

Schmerzvolle Bilder eines Entzugs. Auste Serapinaites Dokumentarfilm erforscht die Gefühlswelt einer jungen Mutter, der die Behörden das Kind weggenommen haben. Nur noch verstreute Informationen erreichen sie. Wo ist Sharon? Das ist die Frage, die die ganze Existenz der jungen Mutter ausmacht. Gemeinsam mit der Fernsehreporterin , die sich sensibel und intensiv einlässt auf das Schicksal der einfachen Frau, beginnt eine Suche nach dem Verlorenen. Reporterin und Mutter führen lange Gespräche miteinander.  Intensiv geschnittene Gesichter, eine Kamera, die scheinbar Beliebiges in ruhigen Einstellungen vertieft, geben dem Film eine ganz besondere Atmosphäre.

Auste Serapinaite arbeitete viele Jahre als Fernsehreporterin in Litauen. Diese Erfahrung zusammen mit der Leidenschaft fürs Kino führte zum Wunsch das Dokumentarfilmgenre zu erkunden. „Where is Sharon?“ ist ihre Abschlussarbeit des Masterstudienganges für Filmregie an der Universität Edinburgh. Der Film wurde in diversen Filmfestivals aufgeführt und bei den britischen Royal Television Society Student Awards 2012 nominiert.

Hanna Thomschke
How will I rest my head (short documentary, 2018):

A woman finds herself in a situation of confusion and desperation.
The thought of suicide floats ambivalently in the air.
Time runs by while she searches for a solution inside of her.
facebook-page: https://www.facebook.com/howwillirestmyhead/

Blue Womb (short documentary, 2014):

Lago is a typical village on the shore of a little lake in Veneto
region, in the north of Italy. At first sight, the village seems to be
normal and almost anonymous. But a mysterious legend is laying
underneath. It’s told that at the end of the First World War, an
Austro-Hungarian train which connected two strategic points nearby was thrown into the lake and that it is still there today at a few tens of
meters of depth. Over the years the clay under the lake covered the
train, but fishermen and children who live in the village tell that
sometimes if you stay close to the surface of the lake, you can still
hear the train’s driving noise coming from under the water.

https://vimeo.com/103591466

https://www.facebook.com/Blue-womb-351507121696229/

Hanna Thomschke was born in Erz Mountains, Germany in 1994. After
completing her Abitur, she traveled for long periods in Italy, Cambodia
and in the United States. During this time and thereafter, she has
participated in various projects as a director, writer, musician and
performer. She moved to Leipzig in 2014 to pursue her studies in
theatre, philosophy, and literature. She currently attends the KONRAD
WOLF film school in Potsdam, where she studies film direction.

Ines Berwing

Biester:

Der Film erzählt die ungewöhnliche Liebe von zwei Kindern, die dreizehnjährige Lia liebt Adam, ihr gemeinsamer Lieblingsdichter ist Baudelaire. Als eines Tages Adam von Lia verlangt, ihren Eltern vorgestellt zu werden, gerät sie in Bedrängnis. Ihre Eltern sind mehr Tiere als Menschen, fressen Mäuse und sind unkultivierte, behaarte Barbaren. Als ein gemeinsamer Opernbesuch mit den Schwiegereltern ansteht, fordert Lia das Schicksal heraus und fasst einen Entschluss. Eine humoristische Groteske, charmant erzählt.

Elisa:

„Elisa“ erzählt die klaustrophobisch-enge und extrem schmerzvolle Beziehung zwischen der neunjährigen Elisa und ihrer Mutter.

Ines Berwing wurde 1984 in Bad Nauheim geboren.
Sie studierte deutsche und englische Literaturwissenschaften, danach Drehbuch an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Ihre Kurzfilme liefen auf zahlreichen internationalen Festivals und gewannen Preise. Der Langfilm Bube Stur, zu dem sie das Drehbuch gemeinsam mit Moritz Krämer verfasste, feierte seine Premiere auf der Berlinale 2015 in der Reihe Perspektive Deutsches Kino. Neben Drehbüchern schreibt sie auch Lyrik, die in Zeitschriften (u.a. allmende, STILL, LICHTUNGEN & JENNY) und im Jahrbuch der Lyrik 2015 veröffentlicht wurden. 2010 gewann sie den Paula Rombach-Literaturpreis für Lyrik, 2015 war sie Stadtschreiberin der BELLA triste

Frank Behnke: Slow Motion – Langsame Bewegung

Wir erleben einen Tag. im Leben einer Frau und ihrem Kind in den kalifornischen Hügeln hinter der Golden Gate Bridge. Sagen wir dass an diesem Tag etwas Wichtiges, Bedeutendes geschah. Etwas, das zum Ausgangspunkt eines Filmes werden könnte. Doch wie hat sich dieser Tag in unserem Gedächtnis eingeprägt? Als etwas Amorphes, Fließendes, das noch kein Skelett, kein Schema hat. Lediglich das zentrale Ereignis dieses Tages ist zu protokollarischer Konkretheit geronnen, zu einem klaren Gedanken und zu einer bestimmten Form. Vor dem Hintergrund des ganzen Tages nimmt sich dieses Ereignis wie ein Baum im Nebel aus. Der Vergleich ist sicher ungenau, da alles was ich als Nebel oder Wolke bezeichne, natürlich keinesfalls dasselbe ist. Einzelne Tageseindrücke wecken in uns innere Impulse, Assoziationen. Im Gedächtnis blieben die Gegenstände und Umstände als etwas zurück, das keine scharf umrissene Konturen hat, das unvollendet, fließend, zufällig ist. Kann ein solches Empfinden mit filmischen Mitteln wiedergegeben werden? Ohne jeden Zweifel – dazu ist vor allem die realistischste aller Künste imstande. —– Andrej Tarkowski

Frank Behnke, *1955 in Berlin; Filmregisseur, Cutter, Tonmeister, Musiker und Autor. Er studierte er an der Berliner Film- und Fernsehakademie und 1985/86 bei Alan Splet in den USA. Mitwirkung an Blue Velvet von David Lynch und Lola rennt von Tom Tykwer. Produziert eigene Filme. Zeitlebens als Musiker aktiv. Ausbildung in klassischer Musik, dann Free Jazz, 1983-2002 Gitarrist der Berliner Punkrockbands Camping Sex und Mutter. Frank Behnke war Herausgeber des Magazins Kulturwache, Detmold. Zudem veröffentlichte er zwei Bücher über den Berliner Art-Brut-Künstler Klaus Beyer und schreibt Fachartikel für das Magazin Film- und TV Kameramann. Er arbeitet als Dozent an Filmhochschulen in Zürich, Berlin, München, Bozen, Münster und Potsdam. Mit Ich Medea erschien 2015 sein viel beachteter Debut-Roman im Quiqueg Verlag.

Bendt Moerch:
UNSCRIPTED SHORT FILM:
5 people in a dingy basement during a hot summer day in Neukölln. 3 actors, 2 directors, 1 location, 0 script, what will be born out of that? ‚Unscripted Short Film‘ is an experiment where no blueprint exists and chaotic intuition reigns.

COTTAM: JUST ONE DOSE:
A music video and a linear creation story, this is a culmination of stylistic tics favoured by the director, marrying one request by the electronic musician Cottam that the video incorporate his reason for making tracks: he has MD and his outlet is his music.

Bendt Moerch Filmmaker. Photographer. Born in Greenland and who has lived in a handful of continents, nurtured and inspired by off-brand Neuköllner theater, where money doesn’t exist and things need to be done, and done well, his work embraces a lack of control by allowing what needs to happen, happen.

In Anwesenheit der der Regisseur*innen.

Matthias W.



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