LiteraTour NKL: Veränderung unserer Sinne 9.6. 20.30 Uhr

Veränderung unserer Sinne

Im Rahmen der Litera-Tour 2018

Mit Sibylla Vričić Hausmann, Mariola Gryb, Eva Brunner und Alexandru Bulucz

Sibylla Vričić Hausmann: 3 Falter

Sibylla Vričić Hausmann legt mit 3 FALTER ein kompositorisch ausgefeiltes Debüt vor, das sich souverän wechselnder Darstellungsformen bedient und dabei selbst den Weg der Metamorphose geht – gleichsam wie jene von Maria Sibylla Merian erforschte Raupe, die, ehe sie Falter wird, Puppe war. Dabei ist der Name Merian kein Zufall, denn der Band stellt bis in seine innere Sprachstruktur Bezüge zu Werken bedeutender Frauengestalten her. Neben der Naturforscherin Merian sind dies die mittelalterliche Schriftstellerin und frühe Frauenrechtlerin Christine de Pizan und Unica Zürn, die genialische Schöpferin von Anagrammen.

Sibylla Vričić Hausmann hat in Münster, Berlin und Leipzig studiert, dazwischen für drei Jahre in Bosnien und Herzegowina gelebt und dort am Theater gearbeitet. Veröffentlichungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (zuletzt in „PARK“ Nr. 70), Herausgaben (u.a. „Tippgemeinschaft“, „Ansicht der leuchtenden Wurzeln von unten“); im Winter 17/18 kam ihr Debüt heraus: der Lyrikband „3 FALTER“ (poetenladen Verlag). Dieser wurde unter die vier besten Lyrikdebüts 2017 gewählt und mit dem Orphil-Debütpreis 2018 ausgezeichnet.

Eva Brunner : nähte (oder die bewegung ist schon da)
Eva Brunner, geb. 1980 in Siegen.
Lebt in Berlin, wo sie als Redakteurin in einem Projektbüro für visuelle Kommunikation arbeitet.
Studierte Literaturwissenschaft, Psychologie und Publizistik in Bochum, Berlin und Berkeley. 2015
Promotion über Sylvia Plath, Anne Sexton und Robert Lowell an der Humboldt-Universität zu Berlin. Poetik des extremen Selbst. Die narrativen Selbstentwürfe der „confessional poets“.
Verschiedene Gedichtveröffentlichungen; online (z.B. Poetenladen, Signaturen, Fixpoetry),
Anthologie Westfalen, sonst nichts? [SIC]-Literaturverlag/Parasitenpresse 2012, Magazin PS –
Politisch Schreiben #3 Herbst 2017

Mariola Grzyb: Versehentliche Asymmetrien

Die Texte sind Erscheinungen, die Lücken ausbreiten und sich durch Perspektiv- und Ortswechsel nach neuen Haltungen erkundigen.

Mariola Grzyb wurde in Zbroslawice (Polen) geboren und lebt nach Stationen in Minden und
Bielefeld seit 2008 in Berlin. Studium der Germanistik, Sportwissenschaft, Kunst und Musik, sowie
Tanz und Choreographie. Derzeitige Tätigkeit als Autorin und Musikerin.

 

Alexander Bulucz: Stundenholz

Alexandru Bulucz wurde 1987 im rumänischen Alba Iulia (dt. Karlsburg) geboren, Studium
der Germanistik und Komparatistik in Frankfurt am Main unter anderem bei
Werner Hamacher und Eva Geulen, Übersetzer aus dem Französischen
(Jean-Luc Nancy) und dem Rumänischen (Ana Blandiana, Marius Daniel
Popescu, Alexandru Vona …), Autor beim Onlineportal „Signaturen“,
Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „Otium“, gab auch die
Zeitschrift für Literaturkritik „Die Wiederholung“ mit heraus, Redakteur
des Onlinemagazins „Faust-Kultur“, seit Frühjahr 2015 Herausgeber der
philosophischen Gesprächsreihe „Einsichten im Dialog“ in der „Edition
Faust“, verstreute Gedichte in Literaturzeitschriften und Anthologien,
promoviert am Graduiertenkolleg „Schreibszene Frankfurt am Main“ mit
einer Arbeit über Wolfgang Hilbig. Sein Lyrik-Debüt erschien im März
2016 in der Lyrikedition 2000. Im Juni 2018 erscheint einen von ihm
kuratierten und übersetzten lyrischen Rumänienschwerpunkt in den LICHTUNGEN.

Matthias W.



X