Our Bodies are not your Battlefield, 3. August 2018 20 Uhr

Im Rahmen der Aktionswoche Women against Feminicide & Sexual Violence – initiiert durch ‚Internationale 8. März Bündnis‘. Vom 3. bis 14. August wird in Berlin die ACTION WEEK – Women Unite Against Feminicide und Versklavung & Sexual Violence – Gegen alle sexistische Gewalt, Feminizid und Versklavung und die neoliberalen Strukturen, die sie ermöglichen: Frauen* vereinigt euch! stattfinden. Organisiert werden die zehn Tage vom Internationalen 8. März-Bündnis Berlin.

Zwei Gedenkveranstaltungen werden die Veranstaltungen einrahmen. Beginnen wird die Aktionswoche am vierten Jahrestag des Angriffs des IS auf Şengal am 3. August mit einer Kundgebung „Die Freiheit der Frauen aus Shengal ist die Freiheit der Menschheit“ auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. Am letzten Tag der Aktionswoche ruft das Internationale 8. März-Bündnis zu einer Mahnwache am 6. Internationalen Gedenktag für „Trostfrauen“ (Opfer der sexuellen Versklavung durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg) ebenfalls auf den Pariser Platz in Berlin. Beendet wird die Aktionswoche am Abend des 14. August mit einer Abschlussfeier.

3. 8. 20 Uhr im ORI: „Ohne die Freiheit der Frauen aus Shengal keine Freiheit der Menschheit“.
Filmvorführung ‚Das Ezidentum nach dem 3. August 2014‘ (Doku, 13. Min., Deutsch).

Lesung aus Nadia Murads „Ich bin eure Stimme“

Am 3. August 2014 endet das Leben, wie Nadia Murad es kannte. Truppen des IS überfallen ihr jesidisches Dorf Kocho im Norden Iraks. Sie töten die Älteren und verschleppen die Jüngeren. Kleine Jungen sollen als Soldaten ausgebildet werden. Die Mädchen werden verschleppt und als Sklavinnen verkauft. An diesem Tag verliert Nadia Murad 44 Angehörige. Für sie beginnt ein beispielloses Martyrium: Drei Monate ist sie in der Gewalt des IS, wird Opfer von Demütigung, Folter, Vergewaltigung. Nur mit Glück und unvorstellbarem Mut gelingt ihr die Flucht vor ihren Peinigern. Sie schafft es in ein Flüchtlingslager und kommt von dort aus nach Deutschland.
Tausende andere junge Frauen befinden sich bis heute in der Gewalt des IS. Deren Stimme zu sein und sie zu befreien hat Nadia Murad sich zur Aufgabe gemacht. Heute kämpft sie dafür, dass das Verbrechen des IS als Völkermord anerkannt wird und die Verantwortlichen vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden.
Die Vereinten Nationen ernannten Nadia Murad zur Sonderbotschafterin, darüber hinaus wurde sie für den Friedensnobelpreis nominiert und mit dem Vaclav-Havel-Preises für Menschenrecht ausgezeichnet. Nun erzählt sie ihre bewegende Geschichte.

Anschließend Diskussion.

Vgl. a. https:// iwspacc.wordpress.com
www.trostfrauen.de

Matthias W.



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