Porzellanhunde, geheimnisvolle Mütter, Lebensträume, Fr., 20.Juli, 20 Uhr

„Porzellanhunde, geheimnisvolle Mütter, Lebensträume –
der polyphone Bübül Verlag Berlin stellt sich vor“

Vor zwei Jahren gründete die Schriftstellerin Tanja Langer („Der Tag ist hell, ich schreibe dir“, „Der Maler Munch“ u.a.) den Bübül Verlag Berlin: Bücher in kleiner Auflage, in denen Kunst und Literatur zusammen kommen, und das in möglichst vielen Sprachen. Ein Dialog der Kulturen auf mehreren Ebenen, fein, aber erschwinglich. Was als Traum begann, in dem der Kunstname „Bübül“ auftauchte, hat sich zu einem spannenden Verlag gemacht. Tanja Langer, die über ein großes Netzwerk von SchriftstellerInnen und bildenden KünstlerInnen verfügt, entdeckt mit Leidenschaft ungewöhnliche Kombinationen von Wort und Bild.

Das Abenteuer zweisprachiger Bücher begann 2016 mit der Anthologie brasilianischer AutorInnen „“Sehnsucht ist ein verdorbenes Wort – Saudade é uma palavra estragada“, und führt 2018 zur ersten arabisch-deutschen Ausgabe der Erzählung „Die Kinder meines Vaters“ von Cornelia Becker. Die Zeichnungen für dieses Buch machte der international renommierte syrische Künstler Yaser Safi, der seit zwei Jahren in Berlin lebt; die Übersetzung unternahm die junge Musikerin, Performerin und Kulturwissenschaftlerin Razan Nassreddine. Auch von ein erstes persisch-deutsches Buch erscheint: „Alles mit Zucker“ der Theaterfrau Pajand Soleymani.

Im ORI schenken die Verlegerin und die Schriftstellerinnen Cornelia Becker, Wiebke Eden und Tanja Langer einen Einblick in das Programm vor und lesen aus ihren Erzählungen. Beide Autorinnen veröffentlichten Romane und Erzählungen und erhielten diverse Stipendien. In ihren Geschichten „Udo“ (Wiebke Eden) und „Die Kinder meines Vaters“ (Cornelia Becker) geht es um Außenseiter, Lebensträume und Desillusionierungen. Sie sind in einer klasssich schönen Sprache verfasst und leben von ihren präzisen Beobachtungen sozialer Räume, die in poetischen Bildern aufscheinen.

Cornelia Becker, freie Autorin, Dozentin für literarisches Schreiben. Sie schrieb bisher Erzählungen, Hörstücke und lyrische Kurzprosa, die in Literaturzeitschriften und im Rundfunk publiziert wurden. 2009 wurde mit dem Hörbuch MagentaRot eine Sammlung von Erzählungen herausgegeben, schon zwei Jahre später erschien der Erzählungsband Eintritt frei, Achter-Verlag. Im August 2014 publizierte sie den Roman Die Unsterblichkeit der Signora Vero im LangenMüllerVerlag. Das Künstlerbuch Die Kinder meines Vaters gab sie im BÜBÜLVerlag heraus. Ihr Roman Der raue Gesang wurde im Sommer 2017 im Contra-Bass-Verlag veröffentlicht. Für ihre Arbeiten erhielt sie Auszeichnungen und Stipendien. Im Herbst 2017 wurde ihr Buch Der raue Gesang nominiert für die Hotlist der Bücher unabhängiger Verlage. Im vergangenen Dezember erhielt ihr Text Turmgedächtnis auf der Lesebühne der Feuerpudel den 2. Preis.

Wiebke Eden, geboren 1968, arbeitete nach dem Germanistik-Studium als freie Journalistin für Print, Funk und Fernsehen und publizierte zwei Porträtbände über schreibende Frauen. Sie veröffentliche Texte in Anthologien und las 2002 beim Open Mike in Berlin. 2008 erschien im Arche-Verlag ihr erster Roman, „Die Zeit der roten Früchte“. Die Arbeit an ihrem zweiten Roman, der neben den beiden Erzählungen „Das Liebespaar“ (2015) und „Udo“ (2017) ebenfalls im Bübül-Verlag erscheinen wird, steht kurz vor dem Abschluss.

Die Berliner Schriftstellerin Tanja Langer inszenierte Theaterstücke, veröffentlichte Erzählungen, Hörspiele und Romane wie Kleine Geschichte von der Frau, die nicht treu sein konnte (2006), Der Tag ist hell, ich schreibe dir (2012), Der Maler Munch (2013). Sie schreibt für bildende KünstlerInnen und Neue Musik, u.a. das Libretto für die EurOper von Agnes Ponizil (UA 2006 ), Oper Kleist von Rainer Rubbert (UA 2008), z.Z. die Oper Ovartaci – crazy, queer & loveable, für 12 KomponistInnen der Atonale e.V. ( Juni 2018/ Staatsoper Unter den Linden Berlin). Langer gilt als »… eine aufregende und avancierte Autorin mit Gespür für politisch-gesellschaftliche Umbrüche, die sie immer auch aus privater Sicht zu spiegeln weiß.« literaturkritik.de
2016 gründete sie den BÜBÜL Verlag Berlin.
www.tanjalanger.de

Über Tanja Langer gibt es ein sehr schönes Porträt von Tanja Dückers: https://www.goethe.de/ins/cn/de/kul/mag/21010939.html

Matthias W.



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