Subversive Materialitäten Do. 13. Juli 2017 20 Uhr

Subversive Materialitäten – ein spanisch-deutscher Lyrikabend

Körper und Sprache. Eindringlichkeit. Wo fängt ein Mensch an, wo setzt sich ein anderer durch und wo verliert sich die Grenze? Eine Poesie-Performance mit Tanz und Stimme, bei der Gesten, Stille und Klänge zusammenfließen.
Bei dieser gemeinschaftlichen Performance von Wort-Poesie und Körper-Poesie geht es um Begenung und Abgrenzung, um die Kraft von Worten, Körpern und Klängen. Ehrengast ist die Dichterin Rocío Cerón, die in der 10. Ausgabe der Zeitschrift alba.lateinamerika lesen vertreten ist.

Beteiligte:
Tanz: María Ferrara (Deutschland/Spanien)
Gedichte und Stimme: Rocío Cerón (Mexiko)
Übersetzung und Stimme: Hakan Özkan (Deutschland)
Organisation und Moderation: alba.lateinamerika lesen e.V.

Rocío Cerón (Mexiko) ist Dichterin, Performerin und Herausgeberin. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen Borealis (2016) und Anatomía del nudo. Obra reunida (2002-2015) (2015). Sie hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Best Translated Book Award 2015 für ihr Buch Diorama, übersetzt von Anna Rosenwong, den Premio Nacional de Literatura Gilberto Owen 2000 und den See America Travel Writer Award 2005. Ihre poetischen Aktionen wurden u.a. in Berlin, London, Stockholm und Paris präsentiert. Ihr Werk wurde in mehr als sechs Sprachen übersetzt. Zu lesen ist die Autorin unter: rocioceron.com

Maria Ferrara (Deutschland/Spanien): hat Schauspiel studiert, ist in den Bereichen Bewegung, Tanz, Stimme, Clownerie, Schreiben tätig und entwickelt eigene Projekte. Durch ihre Ausbildung zur Yogalehrerin und Gestalttherapeutin erwachte ihre Neugier für das Hier und Jetzt und für die Improvisation als Performance-Kunst. Seit 2014 lebt sie in Berlin und hat alleine und in Gruppen mit Performern, Tänzern, Musikern und Videokünstlern in Berlin, London, Madrid und Wien gearbeitet. Der Zwischenraum und speziell das Foyer interessiert sie als Ort der Begegnung zwischen Abstraktem und Konkretem, Alltäglichem und Unwahrscheinlichem, Komischem und Bedeutsamem, Gesang und Klang.

Hakan Özkan ist Übersetzer und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft der Universität Münster. Er hat an der Universität Köln u.a. Orientalistik und Romanistik sowie vergleichende Sprachwissenschaften studiert. Nach seiner Promotion über Erzähltechniken in vormoderner arabischer Prosa hat er an den Universitäten Aix-en-Provence und Münster unterrichtet. Von ihm liegen Übersetzungen von Lyrik und Prosa aus dem Arabischen, Spanischen und Griechischen ins Türkische und Deutsche vor. Er hat Werke von Mahmoud Darwish, Fadi Azzam, Rocío Cerón, Graciela Aráoz und Leopoldo Castilla übersetzt.

alba. lateinamerika lesen e.V. – Verein für Kulturaustausch hat sich das Ziel gesetzt, einem breiten Publikum in Deutschland Literatur aus Lateinamerika zugänglich zu machen. Dadurch werden interkulturelles Verständnis und interkulturelle Kommunikationsprozesse gestärkt und es entsteht ein vielfältiger Austausch. Neben der Organisation von literarischen Veranstaltungen gibt alba ein jährlich erscheinendes Magazin heraus, das sich durch einen zweisprachigen Charakter, hochwertige Texte – viele davon bislang unveröffentlicht – sowie Illustrationen lateinamerikanischer Künstler/-innen auszeichnet. www.albamagazin.de

Matthias W.



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