„Tag und Nacht“ Am Erker Nr. 74 Do 15.2.2018 20 Uhr

Vorstrellung der neuen Ausgabe Nr. 74 „Tag und Nacht“

Was treibt uns um, wenn es uns in die Nacht treibt? Was dräut am nächsten Morgen, wie durchrauschen oder durchleiden wir die Nacht, wie ertragen wir das Morgenlicht, das zum Fenster hereinblinzelt? Was flüstert uns die Mitternacht? Was brüllt die Sonne herab vom nackten Mittagshimmel? Was passiert mit uns, wenn wir Vormittag für Vormittag in klimatisierten Büros versauern?

Sieben Berliner Autorinnen und Autoren der Literaturzeitschrift Am Erker haben sich in der neuen, 74. Ausgabe mit dem Thema „Tag und Nacht“ beschäftigt und stellen ihre Texte oder Ausschnitte daraus am Donnerstag, 15. Februar, um 20:00 im ORi vor.

Es lesen Klaus Esterluß, noch ohne Einzelveröffentlichung, aber energisch und druckvoll am Ball; Volker Kaminski, dessen Romane u.a. bei Wagenbach sowie Volk und Welt erschienen sind; die Wiepersdorf-, Edenkoben- und New York-Stipendiatin Kerstin Kempker, die zuletzt „Bruderherz. Ein Flimmern“ sowie „Nur die Knochen bitte. Eine Übergabe“ publiziert hat; Daniel Klaus, Döblin-Stipendiat, Kolumnist für taz und Freitag und Radiobeiträger; der Übersetzer Frank Sievers, der mit Matthias Jandl einige wunderbare Bände Nature Writing für die „Naturkunden“ bei Matthes & Seitz aus dem Englischen übertragen hat; der Lyriker Mikael Vogel, dessen dritter Gedichtband Dodos auf der Flucht in diesem Frühjahr im Verlagshaus Berlin erscheint, und schließlich Matthias Weglage, der mit Aphorismen aufwartet.

Ergänzt wird dieses Programm durch Beiträge von Ruth Johanna Benrath, Romanschriftstellerin bei Steidl und Suhrkamp, Lyrikerin, Hörspiel- und Theaterautorin, sowie von Reiner Niehoff und Valeska Bertoncini, die sich seit Jahrzehnten für das Werk des großen Enthusiasten, Wanderers, Ekstatikers und Briefschreibers Hans Jürgen von der Wense einsetzen, aus dessen reichem, aber zu Lebzeiten weitestgehend unpubliziertem Werk sie manches mit Tag-und-Nacht-Bezug vorstellen. Durchs Programm führt Andreas Heckmann, der den neuen Erker als Redakteur zusammengestellt hat. Der Eintritt ist frei, der Erwerb eines Exemplars der Zeitschrift zum Preis von neun Euro indes sehr erwünscht.

Matthias W.