Wellenschlag und Flussgetriebe, Donnerstag 22. Nov., 20 Uhr

Wasser und Öl, Ströme und Kanäle, Organismen und Maschinen: Unablässig schwappen die Wogen unsrer Welt in veränderlichen Rhythmen.

Ursula Seeger und Johann Reißer verfolgen in dieser multimedialen Lesung Flusssysteme verschiedener Art. In Erzählungen, Gedichten und Text-Performances vermessen sie das Strudeln und Mäandern, das Überschwappen und Versickern von natürlichen und technisch-industriellen Prozessen.
Dazu werden selbstgebaute Apparaturen in Schwingung versetzt, Maschinensound in musikalisches Wogen verwandelt, Bewegungen in Lichtprojektionen übersetzt.

 

Johann Reißer wurde 1979 geboren. Er studierte Geisteswissenschaftliches und schloss 2012 eine Promotion über Archäologie und Sampling in der Lyrik seit 1960 ab.
Prosa und Lyrik veröffentlichte er in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien. Seit 2009 arbeitet er mit unterschiedlichen Performern zusammen. Er inszenierte mit ihnen eigene Stücke in Theatern und auf Festivals in Deutschland, Österreich, England und Schottland.
2010 Jury-Preis beim 100-Grad-Theaterfestival Berlin, 2013 Regensburger Stadtschreiber, 2014 Döblin-Stipendium und Stadtschreiber in Rottweil, 2016 Lutz-Stipendiat in Pfaffenhofen und Literatur-Bahnwärter in Esslingen, 2018 Berliner Arbeitsstipendium für Literatur.
Lebt als freier Autor und Theatermacher in Berlin. www.johannreisser.com

Ursula Seeger, geboren 1984, hat Fachgrenzen übertretend an der Kunsthochschule Braunschweig studiert und schließlich ihr Diplom in Kommunikationsdesign abgelegt.
Ihre Abschlussausstellung zeigte eine Suche nach der visuellen und sprachlichen Poesie des physikalischen Phänomens namens Licht.
Hauptsächlich beschäftigt mit diversen Schnitt- und Klebestellen zwischen den Disziplinen lebt und arbeitet sie in Berlin.
Sie veröffentlicht ihre Texte in Magazinen (Mosaik, Sachen mit Woertern, ZurQuelle, budenblätter) und präsentierte sie auf multimedialen Lesungen mit ihrem Berliner Lyrikkollektiv hbf sowie in Kooperation mit anderen Autor*innen, Künstler*innen und Musiker*innen. Sie war Teilnehmerin von Schreibwerkstätten des Haus für Poesie, der Nocthene und Metamorphosen.

Matthias W.



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