Workshop: Zu machtkritischen Bildern

Samstag, 8. Dezember 2018 von 10:00 bis 17:00 im ORi

Fotografien bringen uns mit diversen und komplexen Realitäten in Kontakt. Sie wurden schon immer genutzt, um reduzierte Projektionen von Gruppen und Menschen zu verbreiten und damit Machtstrukturen zu legitimieren. Eine Kamera ist kein unschuldiges Objekt. Alle, die fotografieren oder filmen sind Teil dieser Legitimation, wenn sie internalisierte und unreflektierte Bilder produzieren und veröffentlichen.

Dieser Workshop regt die Teilnehmer*innen dazu an, sich ihre eigenen internalisierten Bilder bewusst zu machen, insbesondere von Orten und Gruppen im Stadtraum Berlins.

Mit mehreren künstlerischen Methoden wie Theater, Performance, Collage, Zeichnung und Fotografie werden die Teilnehmer*innen in einer non-kognitiven Form ihre „visuelle Kultur“, die durch Kunst, Werbung, Kino, Nachrichten, etc. gebildet wird, erkennen und erlangen einen kritischen und kreativen Umgang. Ein Schwerpunkt im Workshop wird die Kamera mit ihren Gestaltungsmittel sein – Brennweiten, Kadrage, Point of view, Fokus beeinflussen die Qualität des Diskurses gegenüber bestimmten Gruppen. Es wird reflektiert, wie diese Elemente benutzt werden können, um Menschen in ohnmächtigen oder mächtigen Positionen zu repräsentieren.
Der Workshop führt Interessierte an das Thema Machtstrukturen und Fotografie heran.

Wenn möglich sollten die Teilnehmenden eine eigene Kamera mitbringen. Bitte gebt Bescheid, wenn das nicht möglich ist (caspar@roma-filmfestival.com).

Referent*innen: Isaumir Nascimento (Fotograf und Kunstpädagoge) und Yili Rojas (Künstlerin und Bildungsreferentin). www.fotografieundmacht.wordpress.com.

Katja Zimmermann