„Zerschlagen“ 29. 11. 18 20 Uhr

Buchvorstellung Anthologie „Zerschlagen“

Der VHV-Verlag für Literatur und Kultur stellt seine erste Anthologie zum Thema „Zerschlagen“ vor, die 12 Texte von 12 AutorInnen versammelt: Peter Barden, Hanna Bertini, Anne Büttner, Jonas-Philipp Dallmann, Jan Fischer, Maik Gerecke, Holger Heiland, Julia Hoch, Kerstin Meixner, Frank Neye, Ekaterina Vassileva, Stephan Weiner.

Vier der Texte werden von anwesenden AutorInnen gelesen, ein fünfter von der Verlegerin. Außer dem Buch werden natürlich auch alle Beteiligten vorgestellt, der Verlag sowieso. Feiert mit uns die Buchpremiere. Der Eintritt ist frei.

Buchinhalt:

Pläne zerschlagen sich, werden durchkreuzt, vereitelt, im Großen wie im Kleingarten. Dinge gehen kaputt wie Herzen und Körper. Nebenbei zerfällt die Welt, klatsch, Matsch, was eben noch beflügelte. Erinnerungsnarben fahren wie Schienen über die Haut, stehende Gewässer dringen auf Spaltendes, Wellengang erlöst nicht vom nächsten Schritt.

Das Zerschlagen spannt sich vom Vermasseln bis zur Vernichtung. Zwölf AutorInnen betrachten das Phänomen und führen Scherben vor Augen, in denen sich Welt auf hintergründige, einfallsreiche, poetische und immer auch unterhaltsame Weise spiegelt.

Mehr Infos zum Buch & Leseproben: https://vhv-verlag.de/buecher/anthologie-zerschlagen/

Über die AutorInnen: https://vhv-verlag.de/autoren/

Verlagsseite allgemein: https://vhv-verlag.de/

Auszüge aus einigen AutorInneninterviews auf die Frage „Was hat Dich zu Deinem Text inspiriert?“

Im Rahmen meiner akademischen Arbeit habe ich mich viel mit der Performance- und Aktionskunst beschäftigt, die ihren ästhetischen Effekt oft einer radikalen, bisweilen aggressiven Geste verdankt, also genau das besonders markant zum Ausdruck bringt (…) Im gewissen Sinne stellt der Peformancekünstler ein Idealmodell dar, an dem man all die Widersprüche und Herausforderungen eines modernen Subjekts in einer konzentrierten Form betrachten kann. (…)“

(Ekaterina Vassileva)

Die verlorenen, zerbrochenen Blicke von Menschen, die ich bei einem Gang durch die Stadt kurz hintereinander wahrnahm.“

(Peter Barden)

Makabererweise die Anfangsszene in der U-Bahn, die ich kurz vor dem Einsendeschluss genau so beobachtet habe. (…)“

(Maik Gerecke)

Die Erfahrung, dass sich einschneidende Erlebnisse der Vergangenheit bis in die kleinsten gegenwärtigen Alltagsentscheidungen auswirken können.“

(Hanna Bertini)

Wenn ich ehrlich bin, eine reale Reise 1981 in die Toskana, da war ich allerdings noch ein Kind. Das in dem Text beschriebene italienische Landschloss existiert so, auch Wiesengrüns Kammer. Das Schloss war der Ort, wo ich mir autodidaktisch die Fluchtpunktpersprektive beigebracht habe. Darin kann man natürlich auch eine Metapher sehen, denn damit nimmt man sozusagen eine Perspektive ein. (…)“

(Jonas-Philipp Dallman)

Ich war auf einer langen Bahnfahrt sehr müde und hatte alle meine Bücher ausgelesen. Ich habe den Text in diesem Müdigkeitszustand begonnen, und ein, zwei Tage später daran weitergeschrieben, weil mir der Ton gefiel, der da aus meiner Müdigkeit gekommen war.“

(Jan Fischer)

Paare, deren Kommunikation wechselseitig ins Leere läuft.“

(Julia Hoch)

Die Gewissheit, dass am Ende jede fantasierte Allmacht von einer realen Ohnmacht überholt werden wird.“

(Frank Neye)

Wittgenstein. (…)“

(Stephan Weiner)

Matthias W.